Erfolg beim deutschen Jugend Cup, Besuch beim Iijima Cup und Training in Dänemark

Ein volles Wochenende liegt hinter unseren Kenshi. Es gab viel zu erleben. Egal ob Vejle in Dänemark, Amsterdam in den Niederlanden und Frankfurt am Main.

Akihiko Ito war zusammen mit Kanjiro Kawai vom TH Eilbeck zu einem Training mit Nagaoka-sensei aufgebrochen, der auch in den letzten Wochen bei uns zu Besuch war. Gemeinsam mit dem erweiterten dänischen Nationalkader wurde am Samstag viel trainiert und die Freundschaft in den Norden gepflegt.

Kokoro Okazaki und Michael Winter brachen für ein ganzes Wochenende nach Amsterdam auf. Nach vier Jahren Unterbrechung war Iijima-sensei wieder aus Japan angereist. Anlass genug für 284 Kenshi aus ganz Europa am Iijima Cup 2023 teilzunehmen. Trotz starker Konkurrenz in den Einzeln konnte sich Kokoro am Samstag bis unter die besten acht Frauen kämpfen. Am Sonntag ging es dann ins Team mit unserem Freund Jonathan de Croon vom Washinkan Dojo. Daneben war das Team besetzt mit Winston Dollee, Joeri van den Burgh, Bo-D Coffa und Ryan Ruiter. Mit jeweils fünf der sieben Teammitglieder konnten wir uns als erste aus dem Pool kämpfen und kamen bis unter die besten 16. Gerade am Sonntag gab es viele knappe und aufregende Kämpfe. Nächstes Jahr kommen wir wieder, mit bester Hoffnung auf mehr Erfolg.

In Frankfurt ging es am Wochenende ähnlich heiß her. Tomomi Nakashima, Hidehiro Hasegawa und Pelle Hennings waren gemeinsam mit Momar Ndiaye vom Alster-Dojo zum deutschen Jugendcup aufgebrochen. Besonders Tomomi konnte überzeugen. Sie platzierte sich auf dem ersten Platz ihrer Alterskategorie! Daneben kämpfte sich auch Hidehiro erfolgreich aus dem Pool, musste sich in der K.O.-Runde aber recht schnell Tomomi entgegen stellen.

Am Sonntag wurde in Frankfurt noch mit Ebihara-sensei trainiert, der aus Japan für einige Wochen in Deutschland zu Besuch ist. Dabei unterstützt er in dieser Zeit vor allem das deutsche Nationalteam als Trainer.

Wir hatten alle zusammen an verschiedenen Orten in Europa ein schönes Wochenende und freuen uns schon auf die nächste Auflage der Events.

Mit viel Herz durchs Kendowochenende

Lange haben wir darauf hingearbeitet, lange haben wir geplant und organisiert – noch viel wichtiger lange habt ihr euch darauf gefreut: Der erste Kokoro-Cup war für alle ein voller Erfolg und ein tolles Erlebnis.

Als Nachfolgeturnier des vor der Coronapause zuletzt ausgerichteten Ladies-Cup musste natürlich ein passender Name her. Letztendlich haben wir uns dann sehr schnell für Kokoro-Cup nach dem Kanji 心 für Herz entschieden. Im Kendo spielt das Herz in seiner abstrakten Bedeutung der inneren geistigen Haltung bekanntermaßen eine große Rolle. So findet sich das Kanji in Begriffen wie Zanshin (残心) oder Mushin (無心). Gerade eine offene und warme innere Haltung ist uns sehr wichtig. Diese Haltung schätzen wir auch sehr an unserem derzeitigen Dojomitglied aus der Mie Präfektur in Japan, Kokoro Okazaki. Zwar wird ihr Vorname nicht mit dem Kanji, sondern mit Hiragana こころ geschrieben, die Verbindung ist für uns aber eindeutig. Auch nach der Rückkehr von Kokoro in ihre Heimat soll uns der Turniername daher immer an sie und an ein herzliches Miteinander im Kendo erinnern.

Die 28 Kämpferinnen sind für unser Turnier aus Dänemark, Frankreich und Japan, innerhalb Deutschlands auch weit südlich aus München, angereist. So konnten wir uns neben Studentinnen der Unversität in Mie über Mia Bisgård aus dem dänischen Nationalkader sowie Dance Yokoo aus München und Kayoko Nagano aus Annecy (jeweils 7. Dan) im Teilnehmerfeld freuen. Nach 29 Shiai im U18 Einzel und Team, 159 Ippon und mehreren Stunden Turnier standen die Gewinnerinnen dann fest. Im Detail:

U18 Einzel
1. Platz: Yuri Numao aus Dänemark angereist und Ausstausschülerin aus Japan
2. Platz: Tomomi Nakashima aus unseren Koan-Ken-Dojo
3. Platz: Aischa Ihoual vom Kokugikan Dojo aus Berlin

Team
1. Platz: Mie Daigaku mit Yuri Numao, Yaeda Miyuki und Ikariyama Kotoko – die Studentinnen aus Japan, Yuri füllte nach einem frühen aus für ihr dänischen Team hier als Senpo auf
2. Platz: Koan 1 mit Tomomi Nakashima, Kokoro Okazaki und Haruna Yamaguchi – alle drei aus unserem Koan-Ken-Dojo
3. Platz: Dance-ing Lübeck mit Kathrin Hofmann, Wiebke Röhrbein und Dance Yokoo – alle ehemalige deutsche Nationalkader und Europameisterinnen
sowie Big Flowers mit Hannah Göbbels, Ute Stechow und Kayoko Nagano – zusammengewürfeltes Team der Uni Hannover, VfL Tegel und Annecy

Kampfgeistpreise
Lieke Thießen von unserem Koan-Ken-Dojo
Hendrikje Reiher vom Kenshinkai Dojo Berlin

Neben den Kämpferinnen haben uns auch einige Besucher gerne als Shinpan und Tischbesetzung geholfen. Dazu gehören Nagaoka aus Japan, Yukio und Syuma Kato aus Dänemark als Kampfrichter und Anna Alby, die extra als Tischbesetzung für den ersten Kokoro-Cup von Recklinghausen nach Hamburg gekommen ist.

Am Sonntag nach dem Turnier stand dann noch das Kokoro-Geiko zum Absschluss des Wochenendes an. Unter der Leitung von Dance Yokoo wurde dann beim Techniktraining und freiem Jigeiko nochmal ordentlich geschwitzt, bevor die Halle aufgeräumt und wieder geschlossen wurde.

Wir bedanken uns nochmals bei allen nicht explizit genannten helfenden Händen, Kampfrichtern und Kämpferinnen für das tolle Turnier. Vor allem gratulieren wir aber auch den verdienten Siegerinnen und hoffen darauf euch alle bald wiederzusehen – spätestens aber zum 2. Kokoro-Cup im März 2024.

Seminar mit Young Park Sensei

Vom 27. bis 29.01. hat Young Park Sensei aus London unsere schöne Hansestadt Hamburg besucht. Bereits am Freitag Abend traf er zum Jugendtraining bei uns ein. Da bereits auch sehr viele der erwachsenen Seminarteilnehmer – unter anderem aus Dänemark und Heidelberg – anwesend waren, wurde kurzerhand ein Motodachigeiko gemacht. Hier wurde schon deutlich, was Park-Sensei am Herzen lag „bei jedem Schlag, jeder Übung und jeder Begegnung sollte man immer sein bestes geben“.

Seiretsu im Jugendtraining. Links im Bild: Park-Sensei und Angela Neumeister; rechts im Bild: unsere Jugendlichen und vorne rechts einige erwachsene Motodachi

Nachdem sich die Jugendlichen verabschiedet hatten ging es in der vollen Halle mit den Erwachsenen noch einmal im Jigeiko richtig zur Sache.

Am Samstag und Sonntag wurde dann in der Halle des TH Eilbeck fleißig trainiert. Immer mit dem Gedanken daran bei jedem Schlag die volle Leistung abzurufen. Neben dem Lehrgang konnten auch die Freundschaften in alle Himmelsrichtungen gepflegt werden.

Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Besuch von Park-Sensei!

Seiretsu im Erwachsenentraining. So viele Teilnehmer, dass wir uns in zwei Reihen aufstellen mussten.

Erstes dänisch-hamburgisches Hatsugeiko

Samstag, 7. Januar, kurz nach neun Uhr, bedeckter Himmel, deutsch-dänische Grenze: „Wir fahren nach Vejle zum japanischen Schwertkampf.“

Mit insgesamt elf Kenshi aus ganz Hamburg sind wir als Delegation des Landesverbandes zu unseren dänischen Freunden für ein Hatsugeiko (jap. für erstes Training) gefahren. Nach unserer Ankunft und einer herzlichen Begrüßung ging es um 11 Uhr auch schon los. Zum Warmwerden durften kurze Dehnübungen und eine Runde Fußarbeit nicht fehlen. Weiter ging es mit einer breiten Variation Suburi und schon wurde aufgerüstet. Im Motodachigeiko konnte man mit den hohen Danträgern aus Hamburg und Dänemark im Kirikaeshi, Kakarigeiko und Jigeiko dem Weihnachtsspeck so richtig den Kampf ansagen. Nach ein paar Runden freien Jigeikos musste sich dann natürlich noch im Shiaigeiko gemessen werden. Es traten an:

Senpo – Rasmus Raschke gegen Joar Folcker – 1:0
Jiho – Michael Winter gegen Matthias Klarlund – 0:1
Nanasho – Luca Flemming gegen Mia Bisgard – 2:0
Rokusho – Peter Degebrodt gegen Aske Nielsen – 0:2
Chuken – Peter Sieveking gegen Frederick Rasmussen – 2:1
Yonsho – Tobias Eckhardt gegen Silvio Illescu – 0:1
Sansho – Enzo Morino gegen Yuri Numao – 0:1
Fukusho – Kanjiro Kawai gegen Syuma Kato – 0:1
Taisho – Tobias Schliemann gegen Adam Stahl – 0:0
Sowie als Shinpan Kokoro Okazaki und Haruna Yamaguchi, unterstützt von Yukio Kato.

v.l.n.r.: T. Schliemann, K. Kawai, E. Morino, T. Eckhardt, P. Sieveking, P. Degebrodt, L. Flemming, M. Winter und R. Raschke

Bei einem ausgiebigen Essen war nach dem Training ausreichend Zeit, um sich über unser Hobby und darüber hinaus auszutauschen. Dabei wurde auch keine Gelegenheit ausgelassen, um anstehende Turniere und Lehrgänge zu bewerben. Alles in allem war das Hatsugeiko ein gelungener Auftakt in das Trainingsjahr 2023 und wir freuen uns schon jetzt auf das nächste gemeinsame Treffen! In diesem Sinne: またね〜