Kampfgeistpreis für Diana beim Sankei-Cup in Dänemark

Am Freitag, den 27.10., sind wir vom Koan-Ken-Dojo zusammen mit den anderen Dojos Hamburgs nach Odense in Dänemark gefahren, um an einem Turnier am Samstag und einem gemeinsamen Training am Sonntag teilzunehmen.

Da wir nur von Samstag auf Sonntag in einer Halle übernachten konnten, wurden wir in der ersten Nacht sehr gastfreundlich von den Dänen privat untergebracht. Am Samstag sind wir früh zur Turnierhalle der Dänen aufgebrochen und nachdem alles Organisatorische geklärt war, ging das Turnier auch schon los.

Die einzigen Voraussetzungen zum Teilnehmen waren, dass man eine komplette Rüstung dabei hatte und keine höhere Graduierung als den ersten Dan vorweisen konnte. Dementsprechend war von Anfänger*in bis Profi alles vertreten und jeder hatte Spaß und die Chance auf einen fairen Kampf. In der Kategorie U18 konnten Diana, Pelle und Lasse ein paar schöne Techniken zeigen und damit erfolgreich ihre Kämpfe führen. So hatte Lasse bespielsweise gegen alle drei Gegner in seinem Pool gewonnen.
Ähnlich ging es dann für die drei gemeinsam mit Peter, Ivo und Michael in die offene Kategorie. Hier konnten sich alle sechs in die K.O.-Runde vorkämpfen, Peter und Michael schafften es bis ins Viertelfinale.
Für ihren überzeugenden Kampfgeist wurde Diana sogar mit dem Kampfgeistpreis ausgezeichnet und erhielt ein nagelneues Shinai.

Ein Highlight war das gemeinsame Essen am Samstagabend in der Streetfood-Halle „Storms Pakhus“.

Nach einem anstrengend zweistündigen Training am Sonntagvormittag, sind wir wieder zurück nach Hamburg gefahren.
Es war eine tolle Erfahrung und ist absolut jedem zu empfehlen. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste gemeinsame Training mit unseren dänischen Freunden.

~ Lasse

Harunas erster Lehrgang – Landeslehrgang Schleswig-Holstein

Am 21. Oktober zogen wir zusammen mit Haruna los nach Kiel, um bei ihrem ersten Einsatz als Tagessensei dabei zu sein. Mit den Kendoka versammelt aus Lübeck, Kiel und Elmshorn hieß es den ganzen Samstag dann in erster Linie atmen lernen. So hat uns Haruna sehr viel über Tanden-no-kokyu, also die Unterbauchatmung beigebracht. Gemeinsam hatten wir sehr viel Spaß und konnten wieder einen wundervollen Kendotag verbringen. Vielen Dank, Haruna!

Über den Hügeln von Athen

Vom 4. bis 6. Oktober haben wir – Haruna und Kokoro – eine Kendo-Reise nach Athen, Griechenland, unternommen. Wir kamen am Nachmittag des 4. Oktobers in Athen an und bezogen unsere Unterkunft. Weil kein Training stattfand gingen wir in die Stadt, um Griechisch zu essen. In Griechenland herrschte eine ganz andere Atmoshphäre als in Deutschland. Weil wir die Erfahrung vertiefen wollten, machten wir einen Ausflug zum Lykavittos-Hügel. Außerdem wollten wir die Szenerie der Stadt betrachten.

Der Lykavittos ist ein Hügel, der etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel liegt und von dessen Spitze aus man ganz Athen überblicken kann. Wir stiegen die Treppen zum Gipfel hinauf und hatten einen Panoramablick auf die Stadt, auch das von Scheinwerfern angestrahlte Pantheon trug zu einem schönen und beeindruckenden Anblick bei.


Am Donnerstag machten wir einen Spaziergang zum Meer, außerdem besuchten wir den Akropolis-Hügel. Am Abend des 5. und 6. Oktober nahmen wir am Training des Athener Kendo Clubs teil, der dieses Jahr 15 Jahre alt geworden ist und von Antigoni Sensei 6-Dan geleitet wird. Ihre Tochter Asteria hat bei zahlreichen Wettkämpfen hervorragende Ergebnisse erzielt, darunter den dritten Platz bei den Europameisterschaften und den Fighting Spirit Award bei den Weltmeisterschaften.

Das Training dauerte an beiden Tagen etwa eineinhalb Stunden und bestand aus Kirikaeshi, Technikübungen, Kakari-Geiko und Ji-Geiko. Das spannungsgeladene Ji-Geiko war sehr unterhaltsam und die Zeit verging sehr schnell. Wir konnten den Austausch auch beim Abendessen weiter vertiefen.

~ Haruna

Von Kendo und Undo

Seit zwanzig Jahren bietet Kanta Kozaki in Mainz immer wieder seine Universitätslehrgänge an. Demnächst steht die 80. Auflage dieser Seminare vor der Tür. Eigentlich hätte es am 14. und 15. Oktober so weit sein sollen, aber dann kam es etwas anders. So fand nun der 79-Komma-9te, der 79 3/4 oder der Prä-80te Kozaki Lehrgang statt.

Besonderen Wert hat Kozaki-Sensei dieses Mal darauf gelegt uns die Grundideen des Graduierungssystems zu erklären. Dabei ist er auch darauf eingegangen, wie diese sich in unserem jeweiligen Kendo wiederspiegeln. So haben wir unter anderem auch gelernt, dass man bis in die unteren Dangrade seinen Fokus stark auf „運動 – Undo“ legen sollte. Undo beschreibt dabei vor allem das physische Training im Bezug auf die verschiedenen Techniken. Wer viel Undo trainiert entwickelt zum Beispiel schnellere und stärkere Schläge.